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Enttäuschung und Strichlisten

Das wird ein relativ kurzer Eintrag heute wahrscheinlich. Hab die Nacht mangels Rückfahrgelegenheit auf dem Wohnzimmerboden meines Drummers verbracht und mir dabei irgendwie die Hüfte verrenkt oder gezerrt oder sowas, kann mich jedenfalls kaum bewegen. Macht aber auch nichts, weil ich hab eh nur anderthalb Stunden geschlafen, weil ich die ganze Nacht Alpträume von der Scheiß-Adressenliste hatte (ja, lacht nur). Mit der ich gestern sechseinhalb Stunden zugebracht habe. Und heute wohl wieder 8-10 Stunden. Von der ich gestern so fertig war, dass ich, als ich im Browser die URL gelöscht hab, für zwei Sekunden Panik hatte und gehofft habe, dass die nicht merken, dass ich das war.

 

ICH FREU MICH SO.

 

Vor allem ist es immer so lustig, wenn unserer Sängerin so ganz kurzfristig einfällt, dass Bandprobe eigentlich ja doch nich so wichtig oder möglich ist und ich die ganze Strecke umsonst rumgurke. Drei ganze Lieder haben wir gestern gespielt.

DREI.

Und von der Adressenliste fallen dann ja sowieso aufgrund diverser Starallüren erstmal wieder ne Menge Adressen weg.

Hmpf. Genug gelästert.

Was gibts sonst? Metallica - Master of Puppets auf Concordelautstärke, um wachzubleiben, ein Kopf, der sich anfühlt wie Rainer Calmund aussieht, aber dafür ein blogeintrag von ana, den ich mir gleich erstmal zu Gemüte führe. Und vielleicht bin ich ja doch schon gegen acht Uhr fertig, dann kann ich noch spazieren gehen. Oder schlafen. Oder was auch immer.

Morgen dann wieder Bandprobe. Hachja.

Und nun endet der eigentliche Blogeintrag und ich möchte das Zitat des Tages vorstellen.

 

"Die Abendluft roch bitter. Der Smog der Großstadt hatte sich erst vor kurzem im Regen abgesetzt, und die Luft hätte klar sein können. Hatte sie all die geplatzten Träume der Menschen dieser Stadt in sich aufgesogen, oder warum schmeckte die Luft dennoch so unnachahmlich bitter? Leicht nach Mandeln, wenn man Sinn für makabre Vergleiche hatte. Hier kam nur nach oben, wer die Ellbogen dazu hatte und seine hart erkämpfte Nische jeden Tag aufs Neue verteidigte. Kämpfe so hart wie du schmierst. Ehrlichkeit steht gut zu Gesicht... wenn eine Kamera in der Nähe ist. Diese Stadt, dieser Moloch spuckte jeden Tag aufs Neue seine Verlierer gut gekaut in den Rinnstein, wo sie vom Heer der Arbeitswilligen und Zukunftsgläubigen zertreten wurden.

Ohne die allgegenwärtige Hoffnungslosigkeit der unteren Schicht und ihren Willen, aus diesem Schicksal auszubrechen und dafür wirklich jede Arbeit anzunehmen, wäre die Macht der Mächtigen in Gefahr, müssten sie wirklich handeln und etwas bewegen, anstatt nur die Pfründe stetig bei sich zu behalten und zu verteidigen. Jeder, der etwas Erfolg hatte, wusste das und spielte mit. Oder ging unter."

(Jan-Tobias Kitzel, "Flammenmeer"

9.4.08 11:43
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


de-muffin / Website (10.4.08 20:46)
ich mag diesen... "kitzel"

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