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Nasreddin Hodscha, Stefan Raab und was hier sonst noch so rumläuft.

Oder:

"Listening only to yourself ain't gonna make it better."
(Count Your Sheep)

 

Zitat des Tages (zitiert von http://zuender.zeit.de/selim/2008/selim-07-richtig-und-falsch)


"Es gibt eine Geschichte von Nasreddin Hodscha, in der zwei Männer den Rat des Weisen in einem Streitfall suchen. Der erste trägt seine Version vor und der Hodscha sagt: Du hast Recht. Dann erzählt der zweite, wie er die Sache sieht und der Hodscha sagt: Du hast Recht. Die Frau des Hodschas, die daneben sitzt, sagt: Aber du kannst doch nicht beiden Recht geben. Und der Hodscha: Du hast Recht."

 

Ich habe etwas wichtiges gelernt in den letzten Tagen. Eine Band zu verlassen ist eigentlich genau so, wie Schluss zu machen. Man macht es nicht gern. Es tut weh. Man macht es nicht aus einer Laune heraus.

Man tut es, weil man sich auseinandergelebt hat. Wenn man mit sich ehrlich ist, ist es keine Frage, wer Schuld hat oder wer Recht hat oder wer nicht Recht hat, sondern vielmehr, dass man auf keinen gemeinsamen Nenner mehr kommt.

Es ist absolut sinnlos, über die gemeinsamen Zeiten und das zusammen Erreichte zu lamentieren oder darüber, was man geplant hatte oder noch erreichen will oder darüber, dass es doch eigentlich gut gelaufen ist.

Es ist einfach und bequem, die Schuld einfach nur auf den anderen zu schieben, wenn man einfach akzeptieren sollte, dass es nicht mehr funktioniert. Dass es keinen Sinn hat, dem anderen seine eigene Sicht der Dinge, seine eigenen Wünsche und Vorstellungen aufzudrängen. Dass es manchmal besser ist, getrennte Wege zu gehen.

Wenn es soweit ist, muss es getan werden, weil man sich sonst selbst verleugnet und kaputt macht, und dabei ist es total unwichtig, ob bereits jemand Neues vor der Tür steht - im Gegenteil, etwas Zeit alleine ist das Beste, wenn es erst einmal vorbei ist.

Es kann viele Gründe geben, warum es keinen Sinn mehr macht. Manchmal lebt man sich einfach auseinander. Manchmal schluckt man zu viele Sachen runter, bis sie irgendwann rauskommen, und manchmal wird einem einfach nicht rechtzeitig zugehört. Manchmal entwickelt man sich weiter und stellt fest, dass man weiterziehen muss. Manchmal artet jedes gutgemeinte Gespräch sofort in Streit aus, weil man verlernt hat, miteinander zu reden. Weil man sich nichts mehr zu sagen hat. Und weil man Angst hat, dass ein ruhiges Gespräch die Wahrheit ans Tageslicht bringt, dass es vorbei ist.

Man hat am Ende die Hoffnung, die Freundschaft noch retten zu können, auch wenn sich plötzlich alle Freunde gegen einen stellen und einem alle denkbaren bösen Eigenschaften vorwerfen. Aber man macht sich nichts daraus, weil man weiß, dass das immer so ist und dass sich das mit der Zeit hoffentlich gibt.

Man holt seine Sachen ab, sagt nichts, weil es sowieso nichts mehr zu sagen gibt. Und dann ist man irgendwie weg. Und fühlt sich irgendwie freier.

Und hat das Gefühl, dass es gut war.

Ja. Eigentlich ist eine Band zu verlassen genau so, wie Schluss zu machen.

 

EDIT: Und jetzt hab ich Stefan Raab im Titel schon erwähnt und vergessen zu sagen, warum. Wir sind Autoball-Europameister! Yay. 

7.6.08 02:02
 


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